Die Kurzantwort
Ja, bei fast allen Boxspringbetten gehört ein Topper dazu und liegt meist schon bei. Er gleicht die Fuge zwischen zwei Matratzen aus, schützt die Matratze vor Abnutzung und Schweiß und bestimmt, wie sich die Liegefläche anfühlt. Bewährt sind 5 bis 8 cm Höhe; Kaltschaum mit hohem Raumgewicht hält am längsten.
Der Topper ist die oberste Lage des Boxspringbetts – eine 4 bis 9 cm dicke Auflage auf der Matratze. Er wird oft unterschätzt, dabei ist er das Erste, was man beim Hinlegen spürt. Bei den meisten Boxspringbetten ist er schon dabei; trotzdem lohnt es sich zu wissen, was er leistet und woran man einen guten erkennt.
Wozu der Topper da ist
Der Topper hat drei Aufgaben. Erstens bestimmt er das Liegegefühl: Er legt sich weich um Schulter und Hüfte, während Matratze und Unterbox stützen. Zweitens schützt er die Matratze: Schweiß, Hautschuppen und Abrieb landen im Topper und in seinem Bezug, nicht in der teureren Matratze. Drittens verbindet er bei Doppelbetten zwei Matratzen zu einer Liegefläche, indem er die Fuge in der Mitte abdeckt.
Ohne Topper liegt man auf den Federn der Matratze direkter und härter. Das Bett bleibt benutzbar, aber man verliert genau das weiche, hotelähnliche Gefühl, das viele am Boxspringbett schätzen.
Die Topper-Arten im Vergleich
| Material | Eigenschaft | gut für |
|---|---|---|
| Kaltschaum | elastisch, formstabil, gut belüftet | die meisten Schläfer, häufiges Umdrehen |
| Visco (Memory-Schaum) | sehr anschmiegsam, reagiert auf Wärme | Seitenschläfer, Druckempfindliche |
| Gelschaum | anschmiegsam wie Visco, aber kühler | wer nachts leicht schwitzt |
| PUR- oder Komfortschaum | günstig, weicher, kürzere Lebensdauer | Gästebetten, seltene Nutzung |
Kaltschaum ist bei Boxspringbetten der verbreitetste Topper. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist das Raumgewicht, angegeben in kg/m³: Je höher es ist, desto dichter und langlebiger ist der Schaum. Werte ab etwa 35 kg/m³ gelten bei Kaltschaum als gut. Visco-Topper fühlen sich bei Wärme weicher an und reagieren langsamer – manche lieben das, andere empfinden das Umdrehen als mühsam.
Welche Höhe ist sinnvoll?
Die meisten Topper sind 4 bis 9 cm hoch, verbreitet sind 5 bis 6 cm. Ein höherer Topper fühlt sich weicher und luxuriöser an, macht das Bett aber auch höher – bei der Komforthöhe zählt er mit. Für schwere Menschen ist ein dickerer Topper nicht automatisch besser: Wichtiger ist ein hohes Raumgewicht, damit er nicht durchliegt.
Ein Topper über die ganze Breite
Bei Betten mit zwei Matratzen entscheidet der Topper, ob man die Fuge spürt. Ein durchgehender Topper über die ganze Breite deckt sie ab; zwei einzelne Topper lassen sie bestehen, erlauben aber unterschiedliche Materialien für beide Seiten. Wer gern in der Mitte liegt, wählt einen durchgehenden Topper. Einige Hersteller verbinden die Matratzen zusätzlich mit einem Tandembezug.
Pflege und Wechsel
Der Topper nutzt sich schneller ab als Matratze und Unterbox. Drehen Sie ihn alle paar Wochen um 180 Grad, damit er gleichmäßig beansprucht wird, und wenden Sie ihn, falls beide Seiten gleich sind. Der Bezug lässt sich bei vielen Toppern abnehmen und waschen – laut Herstellerangaben häufig bei 30 oder 60 °C. Nach drei bis fünf Jahren, spätestens wenn sich Kuhlen bilden, sollte der Topper erneuert werden. Mehr zur Pflege steht im Ratgeber Boxspringbett reinigen.
Topper nachkaufen: worauf achten
Wer einen Topper ersetzt, sollte vor allem die Maße genau nehmen. Er muss zur Liegefläche passen, bei Doppelbetten also zur Gesamtbreite, wenn er über beide Matratzen reichen soll. Wichtig ist auch die Befestigung: Gummibänder an den Ecken oder ein Spannbezug verhindern, dass er nachts verrutscht. Achten Sie auf einen abnehmbaren, waschbaren Bezug und auf das Raumgewicht des Schaums. Ein günstiger Topper mit niedrigem Raumgewicht fühlt sich anfangs oft genauso an wie ein guter, verliert seine Form aber deutlich schneller.
Wenn Sie das Liegegefühl ändern möchten, ist ein neuer Topper der einfachste Weg. Wer sein Boxspringbett als zu fest empfindet, wählt einen weicheren Visco- oder Gelschaum-Topper; wem es zu weich ist, nimmt einen festeren Kaltschaum. An der Stützkraft von Matratze und Box ändert das aber nichts.
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Häufige Fragen zum Topper
Kann man ein Boxspringbett ohne Topper nutzen?
Ja, aber man liegt härter und die Matratze nutzt sich schneller ab. Bei zwei Matratzen spürt man außerdem die Fuge.
Welcher Topper ist der beste?
Für die meisten Schläfer ein Kaltschaum-Topper mit mindestens 35 kg/m³ Raumgewicht. Seitenschläfer, die es sehr weich mögen, greifen zu Visco oder Gelschaum.
Wie dick sollte ein Topper sein?
5 bis 8 cm sind bewährt. Dickere Topper fühlen sich weicher an, machen das Bett aber höher.
Wie oft sollte man den Topper wechseln?
Etwa alle drei bis fünf Jahre, bei starker Nutzung früher. Ein Zeichen sind Kuhlen, die sich nicht mehr zurückbilden.
Ändert ein Topper den Härtegrad?
Er ändert das Gefühl an der Oberfläche, nicht die Stützkraft. Eine zu weiche Matratze wird durch einen festen Topper nicht richtig.
